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Stand: Juli 2026

Wallbox Stromtarif: so lädst du dein E-Auto zuhause günstiger

Wer sein E-Auto regelmäßig zuhause lädt, verbraucht spürbar mehr Strom im Jahr. Der passende Tarif und das richtige Ladezeitfenster machen dabei einen deutlichen Unterschied bei den Stromkosten.

Wie viel zusätzlicher Strom durch die Wallbox anfällt

Ein durchschnittliches E-Auto verbraucht bei rund 15.000 Kilometern Jahresfahrleistung etwa 2.500 bis 3.000 Kilowattstunden zusätzlich. Das entspricht in etwa dem Stromverbrauch eines kompletten Zwei-Personen- Haushalts obendrauf. Diese Größenordnung solltest du bei der Tarifwahl einplanen, denn ein Tarif, der für reinen Haushaltsstrom kalkuliert wurde, kann bei doppeltem Verbrauch schnell aus dem Rahmen fallen.

Ein Zähler oder zwei?

Grundsätzlich kannst du die Wallbox über den bestehenden Haushaltszähler laufen lassen oder einen separaten Zähler installieren lassen. Ein separater Zähler lohnt sich vor allem, wenn du einen speziellen, günstigeren Ladestromtarif nutzen willst oder wenn dein Netzbetreiber für die Wallbox eine reduzierte Netzentgeltregelung anbietet, an die du dich im Gegenzug mit einer steuerbaren Wallbox binden musst. Für die meisten Haushalte reicht ein gemeinsamer Zähler mit dem übrigen Haushaltsstrom aus, besonders wenn ohnehin ein Wechsel in einen Tarif mit größerem Verbrauchsvorteil ansteht.

Welche Tarife zur Wallbox passen

Bei klassischen Festpreistarifen zählt vor allem ein niedriger Arbeitspreis pro Kilowattstunde, weil sich der zusätzliche Verbrauch direkt auf die Jahresrechnung auswirkt. Eine Alternative ist ein dynamischer Stromtarif, bei dem du gezielt in günstigen Nachtstunden lädst. Das setzt allerdings einen Smart Meter sowie eine Wallbox mit Zeitsteuerung oder App-Anbindung voraus. Wer beides hat, kann die Ladezeiten in der Regel automatisch in die günstigsten Stunden legen lassen, ohne selbst nachts aufstehen zu müssen.

Günstige Zeitfenster zum Laden

Bei dynamischen Tarifen ist Strom meist zwischen etwa 23 und 6 Uhr am günstigsten, weil dann die Nachfrage bundesweit niedrig ist. An sonnigen Tagen verschiebt sich ein zusätzliches günstiges Zeitfenster in die Mittagsstunden, wenn viel Solarstrom im Netz ist. Wer sein Auto also nicht zwingend nachts, sondern tagsüber am Arbeitsplatz oder zuhause lädt, kann von diesem Mittagstief profitieren. Am teuersten ist Strom in aller Regel am frühen Abend zwischen 17 und 20 Uhr, wenn Haushalte bundesweit gleichzeitig kochen, heizen und Geräte nutzen – dieses Zeitfenster solltest du beim Laden möglichst meiden.

Wallbox anmelden und Ladeleistung beachten

Bevor du überhaupt einen Tarif vergleichst, muss die Wallbox beim Netzbetreiber angemeldet werden – ab einer bestimmten Ladeleistung sogar genehmigt. Die Ladeleistung wirkt sich zusätzlich indirekt auf den Vertrag aus: Eine Wallbox mit 11 kW lädt langsamer, aber gleichmäßiger als eine mit 22 kW, was bei manchen Netzbetreibern über die Netzentgelte Einfluss auf die monatlichen Fixkosten hat. Wer eine Reduzierung der Netzentgelte für steuerbare Verbrauchseinrichtungen nutzen möchte, muss der zeitweisen Drosselung durch den Netzbetreiber in seltenen Ausnahmefällen zustimmen – im Alltag meist kaum spürbar, aber ein Punkt, den du bei Vertragsabschluss kennen solltest.

Beispielrechnung: Ladekosten im Jahr

Nimm einen Ladebedarf von 2.800 kWh im Jahr. Beispielhaft angenommen: Ein Festpreistarif mit 30 Cent/kWh kostet dafür 840 Euro im Jahr. Wer stattdessen konsequent in günstigen Nachtstunden eines dynamischen Tarifs lädt und dabei im Schnitt auf 22 Cent/kWh kommt, zahlt rund 616 Euro – eine Ersparnis von etwa 224 Euro. Ohne gezielte Zeitsteuerung, etwa wenn tagsüber zu wechselnden, auch teuren Stunden geladen wird, schrumpft dieser Vorteil deutlich. Die Zahlen sind ein Rechenbeispiel, aktuelle Tarife findest du im Tarifvergleich.

Welcher Tarif passt zu dir?

Ein dynamischer Wallbox-Tarif eignet sich eher, wenn

Ein Festpreistarif ist meist die einfachere Wahl, wenn

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Fragen zum Wallbox-Stromtarif

Brauche ich für die Wallbox einen eigenen Stromzähler?

+

Zwingend nötig ist das nicht. Ein separater Zähler lohnt sich vor allem bei einem speziellen Ladestromtarif oder reduzierten Netzentgelten für steuerbare Wallboxen.

Muss die Wallbox beim Netzbetreiber angemeldet werden?

+

Ja, Wallboxen sind grundsätzlich meldepflichtig beim zuständigen Netzbetreiber, ab einer bestimmten Leistung sogar genehmigungspflichtig. Der Elektriker übernimmt die Anmeldung meist direkt.

Lohnt sich ein dynamischer Tarif auch ohne Zeitsteuerung an der Wallbox?

+

Der Vorteil fällt deutlich geringer aus, weil du die günstigen Stunden dann manuell abpassen müsstest. Ohne Automatisierung ist ein einfacher Festpreistarif meist die entspanntere Wahl.

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